Neue Presse - Ausgabe Kronach v. 16.04.2019

Baggern für die neue Rewe

Die Vorarbeiten für den neuen Markt in der Industriestraße haben begonnen. Ende des Jahres sollen die ersten Kunden hier einkaufen können.

Jetzt kann es nicht mehr lange dauern: Die ersten Bagger haben im Kronacher Industriegebiet mit den Vorarbeiten für den Rewe-Neubau begonnen. Solange dieser noch nicht eröffnet hat, bleibt der jetzige Markt geöffnet.

Kronach - Die Bagger rollen: Im Kronacher Industriegebiet haben die Vorarbeiten für den Bau des neuen Rewe-Markts begonnen. Eine Fachfirma ist momentan dabei, den Boden des 9400 Quadratmeter großen Grundstücks einzuebnen. Die Gesamt-Mietfläche für Rewe beträgt nach Fertigstellung rund 2800 Quadratmeter.

Wie berichtet, soll der neue Markt bis Ende des Jahres auf dem Areal zwischen Aldi und dem Autohaus Stupo entstehen. Geplant ist außerdem eine Abbiegespur, von der aus man den Markt stadtauswärts über die Bundesstraße anfahren kann. Gerade dieser Bauabschnitt hatte zuletzt noch für Abstimmungsbedarf zwischen der Stadt, dem Staatlichen Bauamt und dem Investor des Rewe-Neubaus gesorgt. Doch die Hürden, an deren Überwindung die Wirksamkeit der Baugenehmigung geknüpft war, scheinen beseitigt zu sein.

Seit 2010 hatte Rewe nach einem Bauplatz in der Kreisstadt gesucht. Der derzeitige Standort neben dem Renault-Autohaus Bauer, der noch bis zum Bau eines neuen Markts geöffnet bleiben soll, ist in die Jahre gekommen und aus Sicht des Betreibers zu klein für einen Umbau.

Fündig wurde man zunächst im Stadtteil Ruppen in direkter Nähe zur Bundesstraße. Doch dagegen regte sich Widerstand. So erhob das Staatliche Bauamt Bedenken, ob die Bundesstraße an dieser Stelle - schräg gegenüber der teils hochfrequentierten Ausfahrt aus dem Industriegebiet - eine weitere Abfahrt zur Rewe verkraften kann.

Die Bauleitplanung wurde deshalb 2016 auf Eis gelegt. Auf Bitten der Stadt Kronach schaltete sich auch Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner in die Verhandlungen ein. Er überzeugte Rewe davon, das Grundstück zwischen Aldi und Stupo als Standort zu akzeptieren.